Studio · 15. Juni 2025 · 8 min
Cover-Up bei Alpenstich — ein Erfahrungsbericht aus dem Studio
Ein altes Tattoo überdecken? So läuft das bei uns ab — von der ersten Beratung über die ehrliche Einschätzung bis zum fertigen Coverup.
Wir machen viele Cover-Ups — manche einfach, manche extrem aufwendig. Hier erklären wir, wie der Prozess bei uns läuft und was du realistisch erwarten darfst. Vorab: ein Coverup ist kein Zauber. Es ist Handwerk, das mit den Regeln der Farbenlehre und der Hautstruktur arbeitet — und mit deiner Geduld.
1. Foto schicken
Schick uns vorab über die Buchungsseite ein gutes Foto deines aktuellen Tattoos — bei Tageslicht, ohne Blitz, gerade von vorn. Wir können daran schon viel ablesen: wie schwarz die Konturen sind, wie groß die Fläche, ob Farbe drinsteckt. Am besten zusätzlich ein Foto mit einem Maßband daneben, damit wir die Größe realistisch einschätzen können.
2. Ehrliche Einschätzung
Wir sagen dir vorab, was möglich ist. Manche Tattoos lassen sich direkt covern — andere brauchen 1–2 Laser-Sitzungen (extern, wir empfehlen Partner), damit ein Coverup nicht doppelt so groß und doppelt so dunkel werden muss. Wenn wir sagen ‘erst lasern’, dann nicht, weil wir dich abwimmeln wollen — sondern weil das Endergebnis sonst nicht das ist, was du willst.
3. Der Entwurf
- Dunkle Coverups brauchen dunkle Motive — Hirschschädel, florale Schwarzarbeit, biomechanische Elemente.
- Fineline-Coverups gehen nur bei sehr blassen Originalen.
- Wir zeigen dir den Entwurf vor dem Stechen — und zwar vor Ort, mit Stencil auf der Haut.
- Farbige Coverups sind möglich, brauchen aber meistens einen dunklen Kontur-Rahmen, um das Alte zu ‚schlucken‘.
4. Sitzungen
Bei größeren Coverups arbeiten wir in 2–3 Sitzungen. Erste Sitzung: Hauptlinien und Schatten. Folgesitzungen: Details, Korrekturen. Zwischen den Sitzungen liegen mindestens 4–6 Wochen, damit die Haut vollständig heilt — sonst arbeiten wir auf gereizter Haut, das gibt keine sauberen Ergebnisse.
5. Was ein Coverup kostet
Ehrlich gesagt: mehr als ein neues Tattoo derselben Größe. Wir arbeiten länger, brauchen mehr Pigment, planen die Komposition komplexer. Ein kleiner Namenszug, den wir mit einer Blumenranke überdecken, ist überschaubar. Ein handflächengroßes Tribal mit einem realistischen Motiv zu covern, ist ein Projekt über mehrere hundert Euro und mehrere Termine. Wir geben dir vorab eine ehrliche Kosten-Range, keine Überraschungen.
6. Ergebnis
Ein gutes Coverup sieht aus wie ein neues Tattoo — nicht wie ein überstrichenes altes. Das ist der Maßstab, an dem wir uns messen lassen. Wenn du im Alltag nicht mehr denken musst ‘da war mal was’, haben wir den Job gemacht.
Und wenn’s nicht funktioniert?
Manchmal ist die ehrliche Antwort: ‘Coverup nicht sinnvoll, lieber lasern und neu.’ Auch das sagen wir dir. Wir tätowieren nicht, um einen Termin zu verkaufen — sondern, damit du zwanzig Jahre später noch damit zufrieden bist.
Wenn du ein Cover-Up planst: schick uns ein Foto, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
